Montag, 13. Juni 2016

Francois Lelord - Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

Klappentext

Es war einmal ein ziemlich guter Psychiater, sein Name war Hector, und er verstand es, den Menschen nachdenklich und mit echtem Interesse zuzuhören. Trotzdem war er mit sich nicht zufrieden, weil es ihm nicht gelang, die Leute glücklich zu machen. Also begibt sich Hector auf eine Reise durch die Welt, um dem Geheimnis des Glückes auf die Spur zu kommen.


Meine Meinung

Es gibt Bücher, die vor Bekanntheit und Beliebtheit so strotzen, das man mit einer gewissen Erwartungshaltung an sie heran geht. Irgendwie denkt man sich automatisch: Das MUSS doch einfach gut sein. Vielleicht ein Fehler, denn ab und zu wird man auch enttäuscht.

Zur Geschichte: Der Psychiater Hector stellt fest, das seine Patienten sich immer wieder beklagen, das sie nicht glücklich sind. Deshalb möchte er herausfinden, was Glück ist und reist durch einige Länder. In einem Notizbuch hält er dabei seine Erkenntnisse fest. Dabei trifft Hector hauptsächlich auf alte Bekannte und ein paar Frauen.

Da ist mal wieder mein Hauptproblem. Hector hat eine Freundin, aber auf seiner Reise lässt er sich immer mal wieder von anderen Frauen ins Bett zerren, bei einer scheint er sogar sehr verliebt zu sein, aber am Ende heiratet er doch seine Freundin. Das lässt mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurück.

Auch sonst hinterlässt die Suche nach dem Glück bei mir nur ein Gefühl der Belanglosigkeit. Hector scheint sich nur mit ehemaligen Freunden und Kollegen zu treffen (seltsamer Zufall, das er in so vielen verschiedenen Ländern Freunde hat). Ab und zu schreibt er mal eine Erkenntnis auf. Nichts davon führt bei mir zu einem Aha-Erlebnis. Sachen wie "Glück ist, wenn man mit den Menschen zusammen ist, die man liebt" sind doch eher selbstverständlich.

Nichts in der Art, was man von einem "philosophischen Märchen" erwarten würde. Sehr merkwürdig fand ich auch die Beschreibung von Hectors Arbeit als Psychiater, da ist mir zu oft von Pillen verschreiben die Rede. Aber wie anfangs erwähnt, vielleicht war auch einfach nur meine Erwartung zu groß. Ich werde auf jeden Fall die restlichen Bücher von Lelord lesen und hoffe, das sich die Fragezeichen in meinem Kopf noch auflösen werden.

George R. R. Martin - Der Heckenritter von Westeros

Klappentext

Ein Jahrhundert vor den Ereignissen in der Bestsellersaga »Das Lied von Eis und Feuer« nimmt ein Knappe namens Dunk das Schwert seines verstorbenen Herren an sich. Er will an einem Turnier teilnehmen, um selbst ein Ritter zu werden. Doch »Ser Duncan« hat noch viel zu lernen über die Welt der Edlen und Mächtigen. Beim Versuch, einen Platz im Turnier zu ergattern, macht er sich bald ebenso viele Feinde wie Freunde. Dunk ist ein fähiger Kämpfer mit einem starken Ehrempfinden. Doch wird das reichen, um ihn in den Augen der Welt als wahrer Ritter dastehen zu lassen? Oder ist er nur ein fehlgeleiteter junger Mann, der sich und andere in tödliche Gefahr bringt?


Meine Meinung

Laut Werbetext handelt es sich bei diesem Roman um die Vorgeschichte von "Das Lied von Eis und Feuer". Soweit würde ich nicht gehen. Die Handlung hat meiner Ansicht nach nichts mit dem Fantasy-Epos zu tun, es spielt nur zufällig in derselben Welt und es kommen auch bekannte Namen vor wie zum Beispiel die Targaryen. Das sollte man sich vor Augen halten, wenn man dieses Buch liest, sonst wird man vielleicht enttäuscht.

Ansonsten ist es jedoch empfehlenswert. Dunk ist ein sehr authentischer und sympathischer Hauptcharakter. Die Geschichte wird in drei Teilen erzählt. In "Der Heckenritter" erleben wir, wie Dunk nach dem Tod seines Herrn versucht, zurechtzukommen und sich als Ritter zu etablieren. Bald trifft er dabei auf einen Stalljungen namens Ei, den er als Knappen aufnimmt und mit dem es eine ganz besondere Bewandtnis hat, wie er später herausfindet. Sehr lebendig beschreibt Martin das folgende Turnier, bei dem wir viele bekannte Namen lesen: Tyrell, Baratheon und viele mehr. Bald findet Dunk auch seine Herzensdame, was ihn leider in eine Situation bringen wird, in der er um sein Leben kämpfen und Freunde finden muss, die ihm dabei helfen.

Im zweiten Teil "Das verschworene Schwert" sind Dunk und Ei in die Dienste eines Burgherren getreten, der Streit mit einer Nachbarin hat. Ein Heckenritter scheint nach meinem Empfinden so etwas wie ein Söldner zu sein, ein Ritter der herumreist und immer mal wieder verschiedenen Herren dient. Hier muss Dunk sich fragen, ob er auf der richtigen Seite steht, gut beschrieben dabei sein innerer Zwiespalt. Die Dame aus dem ersten Teil sieht er leider nicht mehr wieder, aber er findet bald die nächste begehrenswerte Lady. Das erscheint mir persönlich etwas zu sprunghaft, ich mag es nicht besonders, wenn Buchcharaktere ständig von einer Person zur anderen hüpfen, von denen jede als die einzig wahre Liebe beschrieben wird.

Der dritte Teil "Der geheimnisvolle Ritter" handelt von einem weiteren Turnier, bei dem ein Drachenei als großer Preis ausgeschrieben ist. Dieses Kapitel empfand ich im Gegensatz zu den beiden anderen als eher mühsam und unübersichtlich zu lesen, was vielleicht daran liegt, das hier die Menge der Charaktere ein bißchen überhand nimmt. Das ist allerdings auch ein generelles Problem von Westeros, mit dem ich teilweise auch im Lied von Eis und Feuer zu kämpfen hatte. Ich habe mir allerdings vorgenommen, das Kapitel später vielleicht noch mal zu lesen.


Fazit

Ein schönes lebendiges und buntes Fantasy Buch, das nicht nur für Westeros-Fans interessant ist. Wie immer weiß Martin seine Welt sehr gut zu beschreiben, nur die Menge an Namen ist manchmal etwas ermüdend. Dennoch meiner Ansicht nach alles andere als eine Vorgeschichte, sondern eine eigene sehr interessante Geschichte mit einem großartigen Protagonisten.

Samstag, 11. Juni 2016

Lesley Turney - Das Flüsterhaus

Klappentext

Annie sollte glücklich sein: zusammen mit ihrem Mann William, einem einflussreichen Polizeioffizier, und ihrer Tochter Elizabeth lebt sie ein beschauliches Leben. Aber dennoch - etwas fehlt. Als ihre Jugendliebe Tom aus dem Gefängnis entlassen wird und den Kontakt zu ihr sucht, weiß sie auch, was sie vermisst hat. Kopflos und voller neuer Lebenslust lässt sie sich auf ein Abenteuer ein - nicht ahnend, dass sie bald mit einem schweren Schicksalsschlag dafür bezahlen muss...


Meine Meinung

Dieses Buch würde ich als halb Liebesroman, halb Krimi einstufen, allerdings... gut gemeint, aber schlecht ausgeführt. Mein größtes Problem war, das mir Annie extrem unsympathisch war. Von Anfang an wirkt sie sehr unzufrieden und gelangweilt, sie mäkelt ständig an ihrem Ehemann herum, betont, wie sehr er sie vernachlässigt. Dieser wirkt, als wolle ihn die Autorin so unsympathisch wie nur irgendwie möglich beschreiben, vermutlich um Annie einen Freifahrtschein zum Ehebruch zu verschaffen. Denn zu diesem kommt es schnell.

Annies Jugendfreund Tom wurde wegen eines Mordes zu zehn Jahren verurteilt. Als er entlassen wird, kommt es schnell zu einem neuen Mord. Doch das scheint Annie nicht zu verunsichern, sie stürzt sich fast sofort in eine Affaire und glaubt Tom, der ihr immer wieder seine Unschuld beteuert.

Die Handlung plätschert dabei sehr belanglos vor sich hin. Wir erleben das Geschehen durch Annies Augen, die gefühlte 90 Prozent des Buches nur vor sich hin lamentiert, wie unglaublich unzufrieden sie mit ihrem Leben ist und wie wenig sie anscheinend ihren eigenen Ehemann leiden kann. Mir stellt sich vor allem eine Frage: Warum hat sie ihn dann geheiratet? Weil der Exfreund nicht mehr verfügbar ist (weil im Gefängnis), nimmt man doch nicht einfach den Erstbesten. Und das scheint William gewesen zu sein, der nach Toms Verurteilung sofort zur Stelle war.

Auch der Krimi-Teil ist sehr.... unspannend. Ja, es passiert ein Mord. Nach einiger Zeit passiert auch noch ein Mord. Aber diese scheinen nur nebenbei zu laufen, es wird kaum auf sie eingegangen. Natürlich wird Tom wieder verdächtigt, das ist auch das einzige, was man über weite Strecken über diesen Mord liest.

In einer Nebenhandlung lernt man auch Annies Familie kennen. Ihr Vater ist Bergarbeiter und nimmt während des Buches an einem großen Streik teil, wird sogar kurz verhaftet. Dieser Streik wäre an sich eine interessante Idee, da er auch William in seiner Position als Polizist beschäftigt, doch auch hier wird kaum darauf eingegangen. Ihre Mutter findet heraus, was ihre Tochter treibt und ist damit absolut nicht einverstanden (was ich auch nachvollziehen kann). Annies jüngerer Bruder ist ebenfalls im Bergwerk beschäftigt und erleidet nach einiger Zeit einen schweren Verkehrsunfall, der ihm einen Arm kostet und - wie sich herausstellt - an dem William in nicht sehr ehrenvoller Art und Weise beteiligt war. Annies Familie wirkt tatsächlich interesssanter als sie selbst, auch wenn man sie kaum kennen lernt.

Warum Annie bei zwei Männern (Tom und William) so begehrt ist, bleibt mir ein Rätsel. Auch wenn immer wieder mal beschrieben wird, wie schön sie ist: Ihr Charakter ist es nicht. Und Ehebruch kann ich in keinem Fall gutheißen. Meiner Ansicht nach hätte Annie sofort die Konsequenzen ziehen und sich von William trennen müssen.

Das Tom sich am Schluss als unschuldig erweist, hat mich kaum mehr überrascht. Der tatsächliche Mörder an sich schon, denn ich hatte mit William gerechnet, der seine Frau um jeden Preis behalten will. Wer es war, möchte ich jetzt natürlich nicht verraten, das müsst ihr selber lesen. Auch wenn ich dieses Buch leider nicht empfehlen kann. Die Charaktere sind fast durchgängig unsympathisch, allein Annies Tochter wirkt ein bißchen erfrischend. Die Handlung plätschert ohne Höhepunkt vor sich hin. Nicht einmal die Auflösung des Mordfalls treibt den Blutdruck sonderlich in die Höhe.

Freitag, 10. Juni 2016

Lieblings-Booktuber

Ich muss ja gestehen: Ich liebe es nicht nur, Bücher zu lesen, sondern auch über sie zu diskutieren, Rezensionen zu lesen und auch welche zu hören. Deshalb lese ich auch in dem einen oder anderem Forum und... ich gucke mir auch gerne Booktuber an. Leute, die Videos über Bücher machen. Ich dachte mir, es wäre vielleicht eine schöne Idee, hier meine Lieblings-Booktuber vorzustellen, in zufälliger Reihenfolge. Es gibt natürlich noch sehr viele andere, aber das sind diejenigen, die ich mir immer ansehe.

Sonnige Bücher

Eine ganz besonders liebenswert wirkende, immer fröhliche Booktuberin. Ich kann bei ihren Videos eigentlich immer lachen. Interessant sind auch einige Videos über ihr großes Hobby, das Geocaching. Rezensionen meistens über Krimis und Thriller.

*Littera*

Bei ihr hat man immer das Gefühl, das sie sich sehr viel Mühe für ihre Videos gibt und das weiß ich zu schätzen. Sie macht viele "Specials", zum Beispiel über Märchenadaptionen oder Bücher über Drachen. Wie ich selber liest sie auch hauptsächlich Fantasy. Ausgesprochen interessant fand ich auch ein sehr langes Video über ihren Beruf als Buchhändlerin (was auch für mich immer ein Wunsch-Job war, wen wunderts).

gerdipediaTV

Auch hauptsächlich Fantasy. Er wirkt sehr authentisch, seine Videos sind nicht perfekt (er scheint oft nach Wörtern zu suchen), aber umso liebenswerter.

Buch Geige

Eine noch neue Booktuberin, die aber auch sehr liebenswert und authentisch wirkt.Sie scheint alles quer durch zu lesen.

Agathe Knoblauch

Bei ihr habe ich zugegebenermaßen etwas länger gebraucht, bis ich angefangen habe, sie zu mögen. Sie wirkt immer extrem fröhlich, für mich fast etwas zu fröhlich. Ich hatte anfangs das Gefühl, das diese Fröhlichkeit etwas aufgesetzt ist. Mittlerweile denke ich, das das einfach ihre Art ist.

MelodyOfBooks

Fast das gleiche wie bei Agathe Knoblauch, hab etwas gebraucht, um sie zu mögen. Beide lesen hauptsächlich Liebesromane und auch Fantasy.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Stephen King und Westeros

Irgendwie les ich grad nicht gar so schnell... Damit die Wartezeit nicht zu lang wird, dachte ich mir, ich rezensiere die zwei Bücher, die ich jetzt im Mai schon gelesen habe. Ich habe darüber nachgedacht, zu den Büchern jeweils die Titelbilder zu verlinken, aber mit Copyright usw. ist das alles recht kompliziert und das Amazon Partnerprogramm ist mir auch zu undurchsichtig. Aber ich geh davon aus, das jeder der diesen Blog liest, in der Lage ist, die Bücher zu finden, so er denn will.


Stephen King - Das Leben und das Schreiben

Dieses Buch besteht, wie der Titel schon sagt, aus zwei Teilen. Zum einen eine Autobiographie, in der Stephen King hauptsächlich über seine Kindheit und seine Jugend (und seine ersten Schreibversuche) berichtet. Im zweiten Teil gibt er Tipps zum Schreiben. Im Anschluss berichtet er noch kurz über den schweren Autounfall, den er 1999 leider hatte und wie es ihm dabei ging.

Eines vorweg: Ich bin ein großer Fan von Stephen King. Viele seiner Bücher habe ich bereits verschlungen. Deshalb fand ich es sehr interessant und aufschlussreich, über sein Leben zu lesen. King hat sich beispielsweise immer schon gerne Horrorfilme angesehen und schon früh angefangen zu schreiben, zum Beispiel in einem kleinen Magazin, das sein Bruder heraus gab. Er schreibt auch sehr genau über die Liebe zu seiner Frau Tabitha, wie er sie kennen lernte und sie eine Familie gründeten. Und natürlich auch davon, wie sein erstes Buch Carrie bekannt wurde.

Der zweite Teil ist wohl vor allem für jene interessant, die selbst schreiben oder es wollen. Ich gestehe: Selbst auch mal ein Buch zu schreiben, spukt sogar noch länger in meinem Kopf herum als der Gedanke, einen Blog zu machen. Da ich die eine Idee jetzt ausführe, wer weiß... Für jemanden, der sich für das Schreiben interessiert, sind Kings Tipps auf jeden Fall sehr interessant. Er führt zum Beispiel aus, wie man Dialoge schreibt oder wie man Absätze gestalten sollte. Selbst wenn man nicht schreibt, regt dieser Teil dazu an, Bücher genauer zu lesen und auf den Stil zu achten.

Das abschließende Kapitel über den Autounfall war ebenfalls aufschlussreich, vor allem da dieser Unfall King stark geprägt hat und auch in seinen anschließenden Werken immer mal wieder auf die eine oder andere Weise Erwähnung findet.

Mein Fazit: Ein sehr schönes Buch, nicht nur für King-Fans, sondern für jeden, der sich genauer für das Schreiben und für Bücher allgemein interessiert.


George R. R. Martin - Westeros (Die Welt von Eis und Feuer)

Da ich ohnehin vorhatte, das Lied von Eis und Feuer noch einmal zu lesen, habe ich als nächstes diesen Zusatzband durchgearbeitet.

Ich bin wohl eine der wenigen, die die Bücher vor der Serie gelesen haben und ich mag die Bücher auch wesentlich mehr. Meiner Meinung ist diese Reihe für jeden sehr empfehlenswert, der Fantasy liebt. Und wenn man sich etwas genauer damit beschäftigt und mehr über Westeros erfahren will, kommt man an diesem Buch nicht vorbei.

Man erfährt alles über die Geschichte von Westeros, die allmähliche Besiedelung durch verschiedene Völker, die Eroberung durch die Targaryen, die verschiedenen Häuser und vieles mehr.

Zudem ist das Buch wunderschön ausgestattet mit vielen Bildern. Allein das einleitende Kapitel über Maester Yandel (der die Geschichte erzählt) finde ich eine unnötige Rahmenhandlung. Einfach nur die einzelnen Kapitel hätten gereicht. Dennoch ein sehr gutes, interessantes Buch für alle Westeros Fans (und jene, die es vielleicht noch werden wollen).

Bücherstöckchen und Lesepläne

Ich habe ein bißchen rumgestöbert und ein sehr schönes Bücherstöckchen gefunden. Ich mag es sehr, diese Fragebögen auszufüllen und ich finde, sie sind auch eine gute Möglichkeit, ein bißchen über sich zu erzählen. Also meiner Meinung nach ein guter Anfang für einen Blog.


1.) Wie beginnst du ein neues Buch? Liest du zuerst den Klappentext, Infos über den Autor/ die Autorin, die letzte Seite oder die erste? 

Ich lese als erstes immer den Klappentext. Wenn dieser mir im Moment nicht zusagt, lege ich das Buch beiseite und hole mir ein anderes. Als nächstes lese ich die Autoreninformationen und eventuell vorhandene Widmungen. Ab und zu schaue ich mir auch verschiedene Rezensionen zu diesem Buch an auf diversen einschlägigen Seiten.

2.) Was tust du, nachdem du die letzten Worte gelesen hast? 

Ich lege es wieder ins Buchregal und bin zuerst einmal sehr traurig und wehmütig. Denn am liebsten wäre es mir, wenn jedes Buch unendlich weitergehen würde. Natürlich denke ich auch über die Handlung und die Personen nach, überlege was noch passieren könnte. Wenn mir das Buch gut gefallen hat, schaue ich nach, ob es Fortsetzungen gibt oder andere Bücher von demselben Autor und versuche, so schnell wie möglich weiterzulesen.

3.) DAS Buch deiner Kindheit? 

Schwierig, als Kind habe ich hauptsächlich Pferdebücher gelesen. Ich habe immer von Pferden geträumt und wollte unbedingt reiten, habe es aber nie geschafft. Dennoch nenne ich jetzt ein anderes Buch: Die Sagen des klassischen Altertums von Gustav Schwab. Ich habe es wohl irgendwann geschenkt bekommen, so genau weiß ich es nicht mehr. Aber ich weiß noch, das ich es um die hundert Male durchgelesen habe. Die Sagen haben meine Fantasie angesprochen und wohl dafür gesorgt, das ich auch heute noch am liebsten Fantasy und Science Fiction lese.

4.) DAS Buch deiner Jugend? 

Star Trek. Das ist kein Witz. Ich habe mit 13 oder 14 angefangen, mir die Star Trek Serien anzusehen und sie wurden schnell zu meinen Lieblingsserien. Als ich dann mit 15 mehr Taschengeld bekam und in einer anderen Stadt mit viel mehr Buchgeschäften zur Schule ging, habe ich mir Star Trek Bücher gekauft. Jede Menge Star Trek Bücher. Deshalb kann ich auch kein einzelnes nennen, ich habe einfach alle geliebt. Später mit etwa 17, als keine neuen mehr da waren, entdeckte ich ein anderes Genre für mich. Fantasy und ganz speziell Terry Pratchett, der bis heute mein absoluter Lieblingsautor ist.

5.) Das Angebot: 1.000 € für alle deine Bücher – ja oder nein? 

Nein. Niemals nicht. Nicht mal für eine Million.

6.) Von welchem Genre besitzt du am meisten Bücher? 

Fantasy und Science Fiction. Ich lese zwar alles quer durch, worauf ich grad Lust habe (und das kann durchaus auch mal ein kitschiger Liebesroman sein), aber meistens läuft es auf diese zwei Genres hinaus.

7.) Wenn dir die ersten 100 Seiten eines Buches gar nicht gefallen, liest du es dennoch weiter? 

Ja, immer. Wenn ich ein Buch anfange, lese ich es auf jeden Fall zu Ende. Das gilt auch für Reihen. Selbst wenn mir der erste Band überhaupt nicht zusagt, lese ich die restlichen ebenfalls. Es kommt ab und zu vor, das ich ein Buch mal für ein paar Tage zur Seite lege und mir in der Zwischenzeit was anderes vornehme, aber danach wird es dennoch fertig gelesen.

8.) Mit welchem Buchcharakter würdest du gern mal einen Kaffee/Tee/Wein trinken gehen und warum?

Nanny Ogg aus den Scheibenwelt Romanen von Terry Pratchett. Weil Nanny einfach eine liebenswerte lustige Person ist, mit der man viel Spaß haben kann. Und ich wollte schon immer mal das Igel-Lied hören.

9.) Hörst du Musik beim Lesen oder brauchst du Stille?

Brauchen tu ich weder Musik noch Stille, es stört mich aber auch weder das eine noch das andere. Es kann mal vorkommen, das nebenbei der Fernseher läuft oder das ich auf dem Heimtrainer sitze und gleichzeitig trainiere und lese. Es kommt aber genauso oft vor, das ich abends im Bett lese. Ich habe da keine besonderen Gewohnheiten.

10.) Welches Buch sollte man deiner Meinung nach mal in der Schule durchgenommen haben?

Hmm, Harry Potter? Weil wohl genug ernste Literatur durchgenommen wird und Kinder/Jugendliche auch mal nur etwas Schönes und Lustiges zum darin versinken brauchen.

11.) Wenn du Bücher verschenkst, sind es dann solche, die du selbst gelesen und gemocht hast?

Wenn ich wirklich mal ein Buch verschenke, dann frage ich denjenigen vorher, welches er haben möchte. Das kann auch eines sein, das ich überhaupt nicht kenne. Aber vermutlich lese ich es dann, bevor ich es demjenigen schenke. Wenn ich es schon mal da hab...

12.) Nach welchen Kriterien nimmst du in der Buchhandlung Bücher aus dem Regal?

Meistens danach, ob ich schon etwas von dem Autor oder dem Buch gehört habe. Falls nicht, dann kann es schon sein, das mir das Titelbild oder der Titel auffällt und ich es genauer angucken will.

13.) Sind deine Bücher sortiert? Wenn ja, wonach? 

Nicht wirklich. Ich habe sie meistens einfach der Reihe nach ins Regal gestellt, so wie ich sie gekauft habe. Ich achte nur darauf, das Reihen zusammen stehen. Zur Zeit stehen auch viele meiner Bücher in Kisten im Keller, einfach weil Platzmangel.

14.) Wie viele ungelesene Bücher stapeln sich bei dir?

Ich habe nicht die geringste Ahnung. Wie oben schon gesagt, es stehen sowieso viele im Keller, also kann ich sie grad eh nicht zählen. Will ich auch gar nicht. Dieses... ich sag mal, Internet-Unwort namens SuB geistert ständig durch Blogs und durch Youtube und ich will da gar nicht erst mitmachen. Wenn mir ein Buch gefällt, werde ich es kaufen. Wenn ich ein Buch lesen will, werde ich es lesen. Ich möchte mich nicht von Zahlen verrückt machen lassen.

15.) Welches Buch hast Du am häufigsten gelesen?

Ich würde mal sagen: Die Sagen des klassischen Altertums. Gefühlte hunderte Male.

16.) Stört es dich, wenn dir jemand von einem Buch, dass du noch nicht zu Ende gelesen hast, eine dramatische Wendung verrät? 

Nein. Stört mich auch nicht bei Filmen oder Serien. Ich nehme alles, wie es kommt.


So, ich hoffe, das hat nicht gelangweilt. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten. Zum Schluss möchte ich noch verraten, was ich grad lese und was ich mir in nächster Zeit vorgenommen habe.

Im Moment ist das: Das Flüsterhaus von Lesley Turney. Ich kann noch nicht viel sagen, ich bin noch nicht weit gekommen. Aber ich werde berichten. Als nächstes möchte ich die Bücher von Francois Lelord lesen, die habe ich mir schon lange vorgenommen. Und anschließend veranstalte ich vielleicht ein privates Re-Read von dem Lied von Eis und Feuer (von denen hat ja noch nie irgendjemand eine Rezension geschrieben...).

In diesem Sinne: Frohes Lesen!

Dienstag, 7. Juni 2016

Aller Anfang ist schwer

Hallo, ich bin die Michi, 35 Jahre alt und... nun ja, ein absoluter Bücherwurm und immer schon gewesen. Ich kann mich an keine Phase meines Lebens erinnern, in der ich nicht ein Buch nach dem anderen verschlungen hätte.

Die Idee, einen Blog über Bücher zu schreiben, hatte ich schon länger. Allerdings: Es gibt doch schon Hunderte, die so etwas machen... Das hat mich bislang davon abgehalten, wer würde schon mein Gekritzel lesen? Aber wenn das jeder denkt, würde es auch keine Blogs geben. Und wohl auch viele andere Seiten nicht, die das Internet so vielfältig machen.

Also: nicht denken, einfach machen. Es wird hier Rezensionen geben, Bücherstöckchen und was mir sonst noch zum Thema Bücher einfällt. Viel Spaß.